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Marktbericht

LME Molybdän

LME Nickel

LME Chrom

LME Aluminium

Marktbericht Dezember 2017

Infos berücksichtigt bis Ende der Woche 48/2017
Verfasser: August Sauter


Unser Marktüberblick

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Kunden

Hauptsächlich aufgrund des wieder etwas schwächeren Dollarkurses tendieren die Metallpreise in Euro und CHF betrachtet teilweise leicht rückläufig. Dies dürfte die Marktpreise nur geringfügig beeinflussen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten und hat des Öfteren zum Jahresende einige Überraschungen bereit.

Die monatlich aktualisierten Statistiken über die Entwicklung der Rohstoff- und Schrottpreise sind ersichtlich auf unserem Internet-Portal unter www.sauteredelstahl.ch/aktuell-marktinfos/lz-statistiken/ bzw. für Euro unter www.sauteredelstahl.de/aktuell/lz-statistiken/.

Mit dieser Ausgabe der monatlichen Marktberichte verabschiede ich mich von lhnen als deren Verfasser. Über 16 Jahre durfte ich Sie monatlich über das Marktgeschehen informieren und danke lhnen allen für das Interesse, welches Sie meinen Beiträgen stets entgegengebracht haben. Nunmehr übergebe ich diese Aufgabe an unseren Geschäftsleiter Herr Marcel Ambord. Er freut sich, Sie ab dem kommenden Jahr weiterhin über die Entwicklung zu informieren, für seine Beiträge bitte ich Sie höflich um lhre Aufmerksamkeit.

lhnen, sehr geehrte Geschäftspartner wünschen wir an dieser Stelle einige geruhsame Feiertage und alles Gute für ein erfolgreiches Jahr 2018 bei guter Gesundheit und Wohlergehen.

Mit freundlichen Grüssen
Ihre SAUTER EDELSTAHL


Nichtrostender Stahl

In US-Dollar betrachtet hat sich der Chromkurs wenig verändert, Molybdän leicht befestigt. Der „Unruhestifter“ ist zumeist Nickel, dessen Kursentwicklung sich oftmals nicht mit realen Hintergründen erklären lässt und stark von der Spekulation beeinflusst ist. Aufgrund der aktuellen Situation wird dies nach dem Aufschlag von Dezember wohl im Januar zu einem etwas geringeren Legierungszuschlag führen.

Die detaillierten LZ - Infos je Produkte- und Werkstoffgruppe finden Sie auf den nachfolgenden Links:
für CHF https://www.sauteredelstahl.ch/fileadmin/editors/countries/sedag/01_Aktuell_Marktinfos/03_LZ_und_Statistiken/LZ.pdf
oder für Euro https://www.sauteredelstahl.de/fileadmin/editors/countries/sedag/01_Aktuell_Marktinfos/03_LZ_und_Statistiken/LZ_Euro.pdf

Zur Zeit werden 70 % der geforderten Nickelmenge für die Produktion von nichtrostendem Stahl verwendet. Man macht sich Gedanken darüber, wie sich der Verbrauch entwickeln dürfte nach einer namhaften Zunahme der Elektromobilität und damit zusammenhängend einer entsprechend grösseren Batterieproduktion. Bedingt durch diesen erweiterten Verwendungsbereich dürfte sich primär eine Verteuerung ergeben, jedoch aufgrund genügender Verfügbarkeit sind aus heutiger Sicht kaum Engpässe zu erwarten. Da allerdings die Prognosen über einen möglichen zusätzlichen Nickel-Bedarf nur geschätzt werden können, ist es wohl noch zu früh für konkrete Annahmen.

Gesamthaft betrachtet wird sich für das Jahr 2017 in der weltweiten Produktion von nichtrostenden Stählen wiederum ein namhaftes Plus ergeben. ln den vergangenen Jahren war dieses Plus zumeist etwas höher als für die gesamte Stahlproduktion. Daraus schliessen wir auf einen gestiegenen Stellenwert der Nachhaltigkeit. Denn erwiesenermassen sind Produkte / Bauwerke aus nichtrostenden Stählen dauerhafter und benötigen - wenn überhaupt - nur geringe Unterhaltskosten. Was zunächst ein Objekt verteuert, erweist sich im Langfristvergleich als vorteilhaft.

Das überzeugendste Beispiel hierfür ist wohl der in den Jahren 1928/29 durch Walter Chrysler erbaute Chrysler Building in New York. Er wird demnächst 100 Jahre alt und zeigte anlässlich der gründlichen Überprüfung vor einigen Jahren noch keinerlei Alterungs-und Korrosions-Erscheinungen des in nichtrostendem Stahl ausgeführten oberen Teils der Fassade und der Dachkonstruktion. Auch eine Meisterleistung der damaligen Architektur!

Der Marktpreis der nichtrostenden Stähle hat sich innerhalb der letzten 40 Jahre um fast die Hälfte reduziert. Nicht nur die technologischen Fortschritte, sondern auch die in derselben Zeitperiode stattgefundene bedeutende Erhöhung der Produktionsmengen haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Im Zusammenhang mit Umweltschutz-Aktivitäten wurde der Begriff des „sauber produzierten Stahls“ geschaffen. Darunter versteht man Stahl aus Schrott mit einer Energie-Einsparung von bis zu 70 % gegenüber dem herkömmlichen Verfahren der Stahlgewinnung aus Erz. Hierzu muss man allerdings festhalten, dass die „sauber“ produzierte Menge Stahl bei weitem nicht ausreicht, um den Markt abzudecken. Zur Zeit basiert rund 50 % der Stahlproduktion auf der Schrottbasis.


Aluminium

Nach einer längerdauernden Periode mit steigenden Alu-Kursen hat sich im November eine Beruhigung eingestellt. Die Marktpreise durften sich dementsprechend auf dem bestehenden Niveau stabilisieren. Die Produktion folgt dem steigenden Bedarf, ältere wenig umweltfreundliche Schmelzen werden durch leistungsfähigere neue ersetzt.

Aluminium wird bekanntlich aus dem Grundstoff „Bauxit“ erschmolzen. Nach der Herkunft dieses Namens wird kaum gefragt. Eine der ersten Fundstätten von Bauxit lag in Südfrankreich in Les Baux, daraus ist der Name entstanden.

Ebenso wenig bekannt ist die Rolle der Schweiz beim Aufbau der Aluminium-Produktion. 1887 führte Paul Hérault in Zürich erste Versuche mit seinem Schmelzofen und einem Dynamo der Maschinenfabrik Oerlikon durch. Die Wiege der europäischen Aluminium-lndustrie ist die Schweizerische Aluminium AG, Neuhausen, gegründet anno 1888. (Elektrizität aus Wasserkraft!)

1905 befasste sich Heinrich Alfred Gautschi mit dem Vergiessen und Verarbeiten von Aluminium und erhält dafür ein Patent für Alu-Walzverfahren und Folien-Herstellung, Aufgrund seines Wirkens konnte die Aluminium-Produktion in Menziken und Verarbeitung bei der Firma Sigg Frauenfeld entstehen.

Natürlich hat sich der Schwerpunkt der Produktion längst in andere Länder verschoben, doch es ist vieles dem Pioniergeist einiger Schweizer Metallurgen zu verdanken.


Empfehlung an unsere geschätzte Kunden:

Wir verstehen die durch das Auf und Ab der Börsenpreise oftmals bei unseren Kunden entstehende Unsicherheit bezüglich der Preisentwicklung, können uns aber nicht der Notwendigkeit entziehen, dieser Preisentwicklung – zumeist in etwas gemilderter Form – zu folgen.

Deshalb empfehlen wir Ihnen, uns vor wichtigen Kaufentscheiden unverbindlich zu konsultieren, um die neuesten Informationen über die Marktentwicklung zu erfahren. Gerne geben wir Ihnen detaillierte Auskünfte zu Ihrem Bedarf.

Grundsätzlich können die Preise unserer Produkte auch weiterhin entsprechend der Markt- und Börsenentwicklung sehr volatil sein. Versehen Sie deshalb bitte die Angebote für Ihre Produkte mit einem ‚Preisvorbehalt für den Fall einer Änderung der Rohstoffpreise und / oder der Währungsrelationen’. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Auftragsvergabe grosse Mengen umfasst und sich über längere Zeit hinziehen kann.

Wir danken für Ihr Verständnis.


Unsere Börseninformationen


Allgemeines und Vorbehalt

Unsere Informationen und Prognosen, die wir in der Regel monatlich aktualisieren, sind neutral und unabhängig. Sie entsprechen unserer eigenen Einschätzung der Marktsituation.

Durch unvorhersehbare und oft kurzfristig gegenläufige Entwicklungen können unsere Feststellungen jedoch unter Umständen an Aktualität einbüssen. Beachten Sie deshalb bitte stets die Angaben über die letzte Aktualisierung. Ebenso bitten wir Sie höflich zu verstehen, dass aufgrund dieser Marktinformationen keine Verantwortlichkeiten unsererseits abgeleitet werden können.

Freundliche Grüsse
Ihr SAUTER EDELSTAHL Team

 

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